Zu Michael Heinrichs Empirismuskritik

Heinrichs „Wissenschaft vom Wert“ gelesen. Darin zu finden Heinrichs Kritik an der Marx’schen Einschätzung von Smith und Ricardo. Marx kritisiert an den beiden, dass sie zwar den Wert der Waren auf Arbeit zurückführten, ebenso einen Begriff vom Mehrwert hätten, diese beiden Begriffe aber ständig mit den Begriffen Preis und Profit – also mit den Erscheinungsformen von Wert und Mehrwert – verwechselten.

So bei Ricardo: Dieser wisse zwar, dass der Mehrwert der Teil des der Warenmasse durch Arbeit zugesetzten Werts ist, der den zur Reproduktion der Arbeitskraft notwendigen Wert übersteigt, sei also auch auf dem besten Wege, zu entdecken, dass Mehrwert durch Mehrarbeit, d.h. Ausbeutung geschaffen wird. Je größer die Ausbeutung, desto mehr Mehrwert. Diese Behauptung widerspreche aber der unmittelbaren Anschauung, insofern, dass bei einer gegebenen Durchschnittsprofitrate die Profitmasse von der Größe des eingesetzten Kapitals abhängt – und zwar unabhängig von der Mehrwertrate des Einzelkapitals. Marx kritisiert nun, dass Ricardo das Vorhandensein der Durchschnittsprofitrate nicht aus seiner – richtigen – Mehrwerttheorie entwickelt, also die Mehrwertbestimmungen mit den Profitbestimmungen korrekt vermittelt, sondern diese als Prüfstein der Mehrwerttheorie betrachtet und bei Nichtübereinstimmung die Bestimmungen des Mehrwerts teilweise wieder verwirft bzw. falsch modifiziert. Ricardo sei es einerseits darum gegangen, die dem Profit zugrunde liegenden Gesetze aufzufinden, andererseits habe er die Erklärung – den Mehrwert – nicht mit dem zu Erklärenden – dem Profit – vermittelt, sondern beides miteinander verwechselt. Ricardo fasse „die Erscheinungsform nun unmittelbar, direkt als Bewähr oder Darstellung der allgemeinen Gesetze auf“, keinesweg entwickle er das eine aus dem anderen – wie es eine richtige Theorie zu tun hätte. Seine Abstraktion (der Schluss auf die dem Profit zugrunde liegenden Vorgänge) sei eine bloß „formale Abstraction“, keine die mit der zu erklärenden Realität inhaltlich verknüpft wäre. (MEW 26.2: 100)

Marx geht von einer (seiner) fertigen Theorie des Profits aus, die diesen – auch quantitativ – aus der Aneignung von Mehrarbeit Schritt für Schritt ableitet und das, was anfangs als Widerspruch erschien, miteinander vermittelt, und betrachtet die Theorien von Smith und Ricardo in einem Abgleich mit seiner. Dort, wo sich diese übereinstimmend mit ihm äußern, hält er es ihnen als einen Fortschritt in der Wissenschaft zugute; dort, wo die beiden vom ihm abweichen, seien nach Marx Verwechslungen, Inkonsequenzen, Unfähigkeit, „Mangel an Abstractionskraft“ u.ä. am Werke. Ein Begriff der Theorien von S. und R. ist dies nicht, eine Erklärung dessen, warum sie ihre Fehler machen, auch nicht. Die „Un-“s, „In“-s und „Mängel“ sind keine positiven Bestimmungen der dort vollzogenen Urteile, sondern drücken bloß die Nichtübereinstimmung mit der eigenen Theorie aus.
Edit: Marx geht von einer (seiner) fertigen Theorie des Profits aus, die diesen – auch quantitativ – aus der Aneignung von Mehrarbeit Schritt für Schritt ableitet, also das, was anfangs als Widerspruch erschien, miteinander vermittelt und betrachtet die Theorien von Smith und Ricardo im Verhältnis seiner. Dort, wo sich diese übereinstimmend mit ihm äußern, hält er es ihnen als einen Fortschritt in der Wissenschaft zugute; dort, wo die beiden vom ihm abweichen, seien nach Marx – zumindest an den Stellen, auf die Heinrich sich bezieht – Verwechslungen, Inkonsequenzen, Unfähigkeit, „Mangel an Abstractionskraft“ u.ä. am Werke. Eine Erklärung dessen, warum S. und R. ihre Fehler machen ist das nicht. Die „Un-“s, „In“-s und „Mängel“ sind keine positiven Erklärungen der dort vollzogenen Urteile, sondern halten zunächst nur fest, dass die beiden es falsch gemacht haben, weil sie es nicht richtig gemacht haben.

Das kreidet Heinrich Marx seinerseits als Mangel an und macht sich daran, diesen Mangel zu beheben, also die Fehler von S. und R. positiv zu erklären. Diese Erklärung geht folgendermaßen: Heinrich attestiert Smith und Ricardo Empirismus, der sie daran hindern würde, eine „nicht-empiristische Theorieebene“ zu konstruieren, die bei Marx vorhanden sei und auf der seine Mehrwerttheorie zu verorten sei. (Heinrich 1999: 58) Der Empirismus, der den Nicht-Empirismus verhindert, wird doppelt bestimmt: Einerseits negativ, als das Nicht-Vorhandensein abstrakter theoretischer Ebenen, andererseits als die Anwendung von theoretisch gewonnenen Kategorien auf der Ebene der unmittelbaren Beobachtung. Da der Mehrwert z.B. nach Heinrich eine Kategorie ist, die kein empirisches Korrelat besitzt, also nicht unmittelbar beobachtet werden kann, können die empiristischen Theoretiker Smith und Ricardo ihn auch nicht richtig bestimmen, denn dazu müssten sie sich theoretisch auf nicht-empirische Ebenen begeben. Dass sie das nicht tun, liegt wiederum daran, dass sie im empiristischen Diskurs befangen sind, der die Wissenschaft der Politischen Ökonomie zu ihrer Zeit beherrschte.

Dazu ein paar Gedanken:

1. Der Verweis auf den empiristischen Diskurs ist eine Nicht-Erklärung, weil der empiristische Diskurs durch nichts anderes als die Betätigung seiner Protagonisten entsteht. Die Erklärung dessen, warum die bürgerlichen Ökonomen allesamt Empiristen sind, heißt demnach: weil sie sich alle theoretisch als solche betätigen, es also sind. Hegel hülf!

2. Wodurch verhindert der Empirismus eigentlich, dass seine Anhänger ihre Kategorien auf gescheiten theoretischen Ebenen plazieren? Sprich: Was sind das für Eigenschaften und Bestimmungen, die er hat, die Smiths und Ricardos Denken in eine verkehrte Richtig treiben? – Davon weiß Heinrich nichts zu berichten. Empirismus ist bei ihm einfach und allein schon dadurch bestimmt, dass man dabei am richtigen Theoretisieren gehindert wird. Warum konstruieren Smith und Ricardo nicht die richtige theoretische Ebene, um den Mehrwert korrekt zu fassen? – fragt Heinrich. Und seine Antwort lautet: Weil sie Empiristen sind, es also nicht tun. Sie machen, was sie machen, weil sie so sind, dass sie es machen. Ein Tun wird als ein Zustand beschrieben und soll als Erklärung für sich selbst herhalten. Eine „formale Abstraction“ hat das mal irgendein kluger Mensch genannt.

Heinrichs Fassung vom Empirismus taugt vielleicht dazu, diese Denkweise zu benennen und zu charakterisieren, nicht jedoch als Erklärung für die Gedanken von Smith und Ricardo.

3. „Empirismus“ in dem Sinn, dass Smith und Ricardo von empirisch Beobachtbaren ausgehen und daran ihre theoretischen Kategorien überprüfen, wäre nichts Falsches. Das macht jede Wissenschaft so. Die empirische Beobachtung ist das zu Erklärende, also müssen die theoretischen Kategorien sie erfassen können, sind also an ihr zu überprüfen. Dass die Kategorien kein unmittelbares „empirisches Korrelat“ haben, macht für die meisten Wissenschaftler keine Probleme (vgl. die meisten Begriffe in der Physik). Auch Smith und Ricardo benutzen Kategorien, die kein direktes empirisches Korrelat besitzen, was sie nicht daran hindert, sie als richtige zu behaupten. Wenn Smith z.B. über den „natürlichen Preis“ der Waren redet, der sich als Durchschnitt aus den Preisschwankungen ergibt, dann ist dieser „natürliche Preis“ auch nicht unmittelbar zu beobachten – Durchschnitte werden nicht beobachtet, sondern errechnet – und dennoch macht sich Smith an die Erklärung dessen, wie er zustande kommt. Ebenso das Gefasel der beiden über die Natur des Menschen, die ständig als Erklärung für den Tausch herhalten muss, obwohl sie nicht direkt beobachtbar ist, sondern aus dem Handeln der Menschen erschlossen wird. (Bei Smith über den haarsträubend whacken Analogieschluss, dass wenn die Sprache zur Natur des Menschen gehört, weil die sonstigen Tiere nicht sprechen können, es mit dem Tauschen sich ebenso verhalten muss, weil Tiere eben auch nicht tauschen.) „Empirismus“ in dem Sinn, dass Smith und Ricardo bloß platt das empirisch Beobachtbare widergeben würden, ohne abstrakte Kategorien zur Erklärung zu benutzen, liegt also auch nicht vor.

Edit: [Ergänzt um Krims Kommentar, der die Sache tight auf den Punkt bringt]“Auch der Profit ist ja eigentlich nichts direkt empirisches. Was der Unternehmer auf dem Markt erhält ist ja zunächst mal Geld. Dieses Geld aber in ein Verhältnis zu setzen zum vorgeschossenen Kapital ist eine theoretischer Vorgang. Also ist Profit auch eine theoretische Kategorie, weil er das Verhältnis zum vorgeschossenen Kapital bezeichnet. Der Mehrwert ist ja auch nichts anderes als ein Verhältnis, nämlich das Verhältnis zur Lohnsumme, die ihn herstellt, die Mehrarbeit das Verhältnis zur notwendigen Arbeit. Der Unterschied ist bloß, dass den Kapitalisten bloß das Verhältnis zum vorgeschossenen Kapital interessiert. Seinem Interesse ist es also geschuldet, dass dem Kapitalisten der Überschuß als Profit erscheint, also als Überschuss über ein vorgeschossenes Kapital und nicht als Überschuss über das variable Kapital, als vergegenständlichtes Produkt der Mehrarbeit im Verhältnis zur Arbeit, die die Lohnkosten reproduziert.

Das Empirische ist nicht einfach vorliegende Realität, sondern schon in theoretische Kategorien einsortierte Realität. In diesem Fall sind es die interessierten Kategorien des praktischen Kapitalstandpunkts, die als Empirie gelten. Umgekehrt verraten die die Kategorien der Empirie das Interesse, das sie produziert.
Hier müsste man fragen, warum eigentlich der Kapitalstandpunkt bei S.u.R. als Empirie/als Realität durchgeht. Auf die Frage, warum sie das weder als theoretische Kategorie erkennen noch das Interesse, das sie produziert, gibt es m.E. nur eine Antwort – sie finden das Interesse nicht kritikabel, sondern teilen es.

Überhaupt besteht der Empirismus nicht, wie Heinrich annimmt, darin, das empirisch Gegebene einfach wiederzugeben. Dass Empiristen sich peinlich genau an die Empirie halten würden, ohne jede theoretische Zutat des Denkens, womit die Objektivität ihrer Theorien versichert wäre, ist ihre eigene Ideologie, mit der sie andere Theoretiker – Marxisten z.B. – disqualifizieren wollen. Heinrich nimmt diese Ideologie für bare Münze, meint aber, genau darin die Schwäche des Empirismus gefunden zu haben. Fail, denn die „Schwäche“ des Empirismus besteht in Wirklichkeit darin, dass er eine erkenntnistheoretisch unterfütterte Verweigerung darstellt, die fehlerhaften Kategorien der bürgerlichen Wissenschaft auf ihren theoretischen Status zu prüfen.

4. Worauf läuft die ganze Sache hinaus? Smith und Ricardo haben kein Style, bestimmen alles Mögliche anders als Marx und dazu auch noch falsch. Eine Erklärung dafür hat Heinrich mit seinem Versuch nicht hinbekommen. Was er hinbekommen hat, ist, die urban legend in die Welt zu setzen, Marx sei ditwegen so ein kluger Kopf jewesen, weil er eine Revolution auf dem wissenschafts-methodischen Gebiet angestoßen hat, die der Einführung von theoretischen Ebenen endlich die Beachtung zollt, die sie verdient, und die Heinrich und seine Homies von der Neuen-Marx-Lektüre immer noch im Begriff sind zu vollziehen. Und ich will auch gar nicht bestreiten, dass einem die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Methoden nützen kann – z.B. dabei, die Fehler der bürgerlichen Ökonomen und von Heinrich schneller zu entdecken und zu verstehen – dass Marx seine Theorie halbwegs korrekt hinbekommen hat, weil es ihm eingefallen ist, neue theoretische Ebenen einzuführen, bestreite ich allerdings.

Achso, bevor das vergessen wird: eine Kritik am Empirismus, unerreicht, was den Flow und die Message angeht, gibt es von schwäbischsten aller Philosophen – Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse, ab §37.

Kritik und Anmerkungen in der Kommentarspalte werden gelesen und bedacht.

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24 Antworten auf „Zu Michael Heinrichs Empirismuskritik“


  1. 1 ... 27. September 2011 um 18:56 Uhr

    Was hälst du ansonsten von der heinrichschen Interpretation der Werttheorie? Insb. seiner „Lösung“ des „Transformationsproblems“ (vgl. 281ff)?

  2. 2 Apple 27. September 2011 um 19:03 Uhr

    Bin noch nicht so weit im Buch. Komme wahrscheinlich in den nächsten Tagen dorthin. Mal schauen, ob daraus ein Text wird. Ich bin im KIII allerdings selbst noch nicht arg bewandert.

  3. 3 Krim 27. September 2011 um 22:47 Uhr

    Dass Marx nur einen Abgleich seiner Theorie mit Smith und Ricardo vornehmen würde, halte ich nicht für richtig. Mag sein, dass er nicht systematisch ihre Fehler aus ihrem Interesse ableitet, also keinen Begriff ihrer Fehler ausbreitet, aber ein bloßer Abgleich in dem Sinne, das S.u.R. falsch liegen, weil Marx richtig liegt, ist das auch nicht. Marx weiß ja Argumente, warum Mehrwert und Profit verschiedene Sachen sind und dann kann man natürlich festhalten, dass es ein Fehler ist, beides gleichzusetzen.

    „Dass die Kategorien kein unmittelbares „empirisches Korrelat“ haben, macht für die meisten Wissenschaftler keine Probleme (vgl. die meisten Begriffe in der Physik). Auch Smith und Ricardo benutzen Kategorien, die kein direktes empirisches Korrelat besitzen, was sie nicht daran hindert, sie als richtige zu behaupten.“ Auch der Profit ist ja eigentlich nichts direkt empirisches. Was der Unternehmer auf dem Markt erhält ist ja zunächst mal Geld. Dieses Geld aber in ein Verhältnis zu setzen zum vorgeschossenen Kapital ist eine theoretischer Vorgang. Also ist Profit auch eine theoretische Kategorie, weil er das Verhältnis zum vorgeschossenen Kapital bezeichnet. Der Mehrwert ist ja auch nichts anderes als ein Verhältnis, nämlich das Verhältnis zur Lohnsumme, die ihn herstellt, die Mehrarbeit das Verhältnis zur notwendigen Arbeit. Der Unterschied ist bloß, dass den Kapitalisten bloß das Verhältnis zum vorgeschossenen Kapital interessiert. Seinem Interesse ist es also geschuldet, dass dem Kapitalisten der Überschuß als Profit erscheint, also als Überschuss über ein vorgeschossenes Kapital und nicht als Überschuss über das variable Kapital, als vergegenständlichtes Produkt der Mehrarbeit im Verhältnis zur Arbeit, die die Lohnkosten reproduziert.

    Das Empirische ist nicht einfach vorliegende Realität, sondern schon in theoretische Kategorien einsortierte Realität. In diesem Fall sind es die interessierten Kategorien des praktischen Kapitalstandpunkts, die als Empirie gelten. Umgekehrt verraten die die Kategorien der Empirie das Interesse, das sie produziert.
    Hier müsste man fragen, warum eigentlich der Kapitalstandpunkt bei S.u.R. als Empirie/als Realität durchgeht. Auf die Frage, warum sie das weder als theoretische Kategorie erkennen noch das Interesse, das sie produziert, gibt es m.E. nur eine Antwort – sie finden das Interesse nicht kritikabel, sondern teilen es.

  4. 4 Apple 27. September 2011 um 23:26 Uhr

    @ Krim

    Dass Marx nur einen Abgleich seiner Theorie mit Smith und Ricardo vornehmen würde, halte ich nicht für richtig. […] Marx weiß ja Argumente, warum Mehrwert und Profit verschiedene Sachen sind und dann kann man natürlich festhalten, dass es ein Fehler ist, beides gleichzusetzen.

    Das mit dem Abgleich bezog sich nicht darauf, dass Marx die Fehler der anderen beiden nicht inhaltlich benennen könnte und über das „Die machen’s anders als ich“ nicht hinauskäme, oder so. Sondern dass er als Erklärung für die Fehler bei den beiden (und zwar an den Stellen, die Heinrich aufführt. vllt. steht woanders mehr), im Gegensatz zu den Leuten, die er für ihre bornierte Interessiertheit als Vulgärökonomen disst, nur Versäumnisse und Abweichungen von einer eigntl. in die richtige Richtung laufenden Wissenschaft anführt. Ich habe den Absatz jetzt etwas umgeändert.

    Auch der Profit ist ja eigentlich nichts direkt empirisches. […] Das Empirische ist nicht einfach vorliegende Realität, sondern schon in theoretische Kategorien einsortierte Realität. In diesem Fall sind es die interessierten Kategorien des praktischen Kapitalstandpunkts, die als Empirie gelten. Umgekehrt verraten die die Kategorien der Empirie das Interesse, das sie produziert.

    Ja, an dem Gedanken habe ich auch schon herumgedacht. Ich werd wohl morgen noch einen Punkt zum Empirismus ergänzen, der das aufgreift. Überhaupt fassen Leute wie Heinrich, wenn sie den Empirismus/Positivismus kritisieren, diesen ganz falsch auf. Es scheint mir so, als ob sie der Propaganda der Empiristen aufsitzen, die von sich behaupten, sie würden sich nur an die unmittelbar gegebene Realität halten und hätten damit die Objektivität ihrer Urteile abgesichert. Das glaubt die Neue Marx-Lektüre ihnen, versieht den Sachverhalt aber gleich mit einem negativen Vorzeichen, weil das unmittelbar Gegebene einen in ihrer Denke nur täuscht – Fetischcharakter der Ware und so.

  5. 5 Apple 30. September 2011 um 18:11 Uhr

    @ …

    Also so weit zum Transformationsproblem bisher: Wenn ich es richtig verstehe (ihr müsst korrigieren, wenn’s falsch ist), sagt Heinrich, dass das T-Problem ein Scheinproblem ist bzw. nur für die Leute ein Problem darstellt, die noch im verkehrten theoretischen Feld der Klassiker (Smith und Ricardo) befangen sind. Dazu zählt er auch Marx. Warum das?

    Die Umrechnung von Werten in Preise unterstellt beide als selbständige „Substanzen“, wie Heinrich schreibt. D.h. Wert als eine Menge verausgabter abstrakter Arbeit muss sich in Preis = eine Menge Geld umrechnen lassen. Nach H.’s Ansicht geht das gar nicht, weil 1) abstrakte Arbeit nichts „Substanzhaftes ist, sondern ein gesellschaftliches Verhältnis und 2) man Wert/abstrakte Arbeit quantitativ gar nicht anders messen kann als in Geld. Wert und Preis inkommensurabel, also auch nicht ineinander umrechenbar. Messen und umrechnen kann man nur Preise.

    Abstrakte Arbeit ist nach Heinrich nicht meßbar und kann im Endeffekt auch gar nicht verausgabt werden. Er verwirft die Marx’sche Bestimmung der abstrakten Arbeit als Verausgabung von Muskel, Nerv und Hirn, weil ihm diese Bestimmung der Arbeit als physiologische Verausgabung viel zu „naturalistisch“ ist. Stattdessen sei abstrakte Arbeit „ eine bestimmte gesellschaftliche Beziehung der verschiedenen Arbeiten, ihre Gleichsetzung im Tausch.“ (Heinrich 1999: 213)

    Diese Kritik an Marx scheint auf dem ersten Blick ganz schön seltsam. Er brettert in dem Buch auch ganz schön schnell drüber, ohne viele Argumente zu verlieren. Das einzige Argument, was ich rausgelesen habe, lautet wirklich folgendermaßen: Man darf abstrakte Arbeit nicht als physiologiscche Verausgabung bestimmen, weil das ist viel zu naturalistisch und man muss das Ding aber gesellschaftlich bestimmen. – Ein seltsamer Einwand, weil in ihm das Ergebnis der Analyse durch eine methodische Regel einfach vorweggenommen/vorgeschrieben wird.

    Die methodische Regel, alles gesellschaftlich bestimmen zu müssen, hat Heinrich sich aber nicht einfach aus den Fingern gesogen. Sie ist das Ergebnis seiner Kritik an den Klassikern. Für deren Fehler sieht er nämlich immer deren Naturalismus, Empirismus, Individualismus und so – kurzum die negative Bestimmung, dass sie die Sachen nicht gesellschaftlich und auf elaborierten theoretischen Ebenen behandeln – verantwortlich. Aus dieser verkehrten Kritik seine methodische Regel: alles bloß gesellschaftlich auffassen (das erkannt zu haben, bezeichnet er auch als die Revolution, die Marx in der Wissenschaft vollzogen hat – wenn auch nicht konsequent).

    Und von dort aus geht es eigentlich ziemlich konsequent weiter. Wenn man die Phänomene des Kapitalismus nur gesellschaftlich bestimmen soll, dann dürfen die Bestimmungen der abstrakten Arbeit keine naturalistischen Anklänge von wegen Himmel, Arsch und Zwirn pardon Muskel, Nerv und Hirn enthalten. Seine eigene Bestimmung von abstrakter Arbeit fällt dann seltsam dürr und zirkulär aus. Die verschiedenen konkreten Arbeiten werden im Tausch auf ein gemeinsames reduciert. – Aber worauf? Marx: auf ihre gemeinsame Eigenschaft, Verausgabung menschlicher Arbeitskraft zu sein. Henrich: Darauf, dass ihre Produkte getauscht werden. Dass die Produkte der verschiedenen Arbeiten getauscht werden, reduziert sie darauf, dass ihre Produkte getauscht werden. Nicht-Naturalismus pur!

    Dann weiter: Da die abstrakte Arbeit keine Verausgabung von gar nichts ist, kann man sie auch nicht quantitativ messen bzw. gemessen wird sie wenn, dann in Geldmengen. Deswegen Heinrich: Die Verausgabung abstrakter Arbeit aka Wert kann man für sich nicht messen, man kann nur Preise messen. Deswegen braucht man sich aber auch nicht damit herumzuschlagen, wie Werte in Preise umrechenbar sind.

    So viel zu seiner „Lösung des Transformationsproblems“. Beim Transformationsproblem kommt aber noch einiges dazu: Wie hängt die Durchschnittsprofitrate mit der Mehrwertrate zusammen? Und hat Marx das Verhältnis richtig bestimmt/berechnet? Und so. Dazu kann ich (noch) nichts sagen.

    Vielleicht wird der Unterschied von Marx und Heinrich auch an dem Punkt deutlich. Marx sagt, dass die Verausgabung von Arbeit „in letzter Instanz“ die Entwicklung der Preise bestimmt – über viele Vermittlungsglieder natürlich. Man nehme so ein Beispiel: In einer Produktionssphäre wird eine neue Technologie eingeführt, was die Verausgabung von Arbeit pro Ware verringert. Oder anders gesagt: in der selben Arbeitszeit kann man jetzt viel mehr Waren herstellen. Verallgemeinert sich diese Technologie, verteilt sich der produzierte Wert auf viel mehr Einzelwaren, so dass der Wert der einzelnen Ware sinkt. Auf der Ebene der Konkurrenz stellt sich das so dar, dass das Angebot an der Ware steigt und die Unternehmer die Preise der Ware senken, um ihre Konkurrenten vom Markt zu drängen. Allgemein resultiert das ganze in einer Preissenkung der Ware.

    Marx so dazu: Man sieht, wie sich die Senkung der auf eine einzelne Ware aufgewandten Arbeitszeit in eine Senkung ihres Preises verwandelt. Die Konkurrenz der Einzelkapitale auf dem Markt ist dabei die vermittelnde Ebene.

    Ob Heinrich sich jemals explizit zu diesem Beispiel geäußert hat, weiß ich nicht. Wenn man aber konsequent von seiner „monetären Werttheorie“ ausgeht, müsste man sagen: Vermittelnde Ebene my ass! Da gibt es nichts zu vermitteln, weil man die abstrakte Arbeit, die den Wert schafft, gar nicht quantitativ messen kann. – Die Preisänderung müsste er dann entweder wie in der modernen VWL durch das geänderte Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Markt erklären, oder – was mir wahrscheinlicher erscheint – dadurch, dass er sagt: Naja die Kosten der Produktion jeder einzelnen Ware sind ja auch gesunken – deswegen hat das Kapital die Technologie ja eingeführt – und diese gesunkenen Produktionskosten werden jetzt auf den Produktenpreis umgeschlagen, so dass er auch sinkt. (Die zweite Variante erschein mir wahrscheinlicher, weil er in seinem Buch den Neo-Ricardorianern zugute hält, die Preisentwicklung der Produkte allein mit der Änderung der Produktionspreise berechnen zu können, was zeigen würde dass die „Arbeitsmengentheorie“ des Werts, die er bei Marx zu entdecken glaubt, verkehrt und überflüssig ist.)

    Allerdings hätte er dann die Preissenkung mit der Preissenkung erklärt, was auf mich a‘weng zirkulär wirkt.

    Meinungen dazu?

  6. 6 Krim 02. Oktober 2011 um 12:48 Uhr

    Da ich das Buch nicht habe und du im letzten Beitrag keine Zitate gebracht hast kann ich nur die Kritik der politischen Ökonomie heranziehen, die es übrigens im Volltext gibt. http://www.all4all.org/2005/03/1497.shtml

    Zum Transformationsproblem: Soweit ich mich erinnere, habe ich bei Marx nichts von einem Transformationsproblem gelesen. Werte muss man nicht in Preise umrechnen. Da gibt es nichts zu rechnen. Das tut so als gäbe es eine Art Wechselkurs 3 Wert (3 Stunden abstrakte Arbeit) sind 4 Preis(Gold) oder so. Der Preis ist der Geldausdruck des Werts (also im gesellschaftlichen Durchschnitt bzw. wenn man mal Durchschnittsprofit und so weglässt) Es tut so, als würde der Wert nicht durch das Geld gemessen, sondern als hätte er schon ein immanentes Maß ganz unabhängig vom Geld und als würde der Wert als gemessener in ein Verhältnis zum Geld treten, was dann natürlich eine Umrechnung erfordert. Zeit bzw. Arbeitsstunden abstrakter Arbeit ist nicht das Maß des Werts. Wäre das so gäbe es die Form des Werts nicht. Ein Arbeitsstunde ist immer nur ein Stunde konkreter, individueller Arbeit egal wie abstrakt sie auch verausgabt wurde. Wieviel abstrakte Arbeit in ihr steckt, stellt sich erst im Austausch heraus.

    „Erst indem die Waren als Werte gleichgesetzt werden, wird faktisch von der Besonderheit der sie produzierenden Arbeit abstrahiert, diese gilt jetzt nur als wertbildende ”abstrakte” Arbeit. Die Abstraktion findet also real statt, unabhängig davon, was sich die beteiligten Warenbesitzer dabei denken.“ Heinrich macht hier (3.3) den Unterschied zwischen Realabstraktion und Denkabstraktion. Eine Denkabstraktion ist für ihn z.B. Baum im Unterschied zu einem konkreten Baum. Den abstrakten Baum gibt es nicht wirklich. Die abstrakte Arbeit gibt es aber wirklich und Austausch ist der Ort, an dem bei ihm drei Abstraktionsschritte (3.3) erfolgen, die die abstrakte Arbeit real herstellen.

    „Demnach ist es also erst der Tausch, der die Abstraktion vollzieht, die abstrakter Arbeit zugrunde liegt (…). Dann kann sich abstrakte Arbeit aber auch nicht einfach durch Arbeitsstunden messen lassen: Jede mit der Uhr gemessene Arbeitsstunde ist eine Stunde einer ganz bestimmten konkreten Arbeit, verausgabt von einem bestimmten Individuum (…).“
    Hier schießt Heinrich aber übers Ziel hinaus: „Abstrakte Arbeit kann dagegen überhaupt nicht ”verausgabt” werden. Abstrakte Arbeit ist ein im Tausch konstituiertes Geltungsverhältnis: Im Tausch gilt die verausgabte konkrete Arbeit als ein bestimmtes Quantum Wert bildender Gesamtarbeit.“ Das ist jetzt schon merkwürdig, bloß weil auf dem Markt festgestellt wird, wieviel abstrakte Arbeit tatsächlich in einer Ware steckt, soll gar keine abstrakte Arbeit verausgabt worden sein. Da beschreibt Heinrich welche drei Abstraktionen an der konkreten Arbeit vorgenommen werden. Das Ergebnis dieser Reduktion soll dann aber merkwürdigerweise gar keine Arbeit mehr sein. Vor lauter Abstraktion, abstrahiert er auch davon, dass abstrakte Arbeit Arbeit ist. Abstrakte Arbeit gibt es für ihn gar nicht wirklich, sondern sie ist nur der Umfang, in dem konkrete Arbeit als abstrakte Arbeit gesellschaftlich anerkannt wird. Konkrete Arbeit wird in einem im Tausch bestimmten Verhältnis als abstrakte Arbeit akzeptiert. Abstrakte Arbeit ist quasi konkrete Arbeit mit einem Faktor n oder 1/n und dieses n wird im Tausch ermittelt. Die Arbeit wird gar nicht auf die abstrakte Qualität menschlicher Arbeit reduziert, sondern sie wird in ihrer Qualität als konkrete Arbeit multipliziert oder dividiert, aufgewertet oder verringert. Heinrich merkt gar nicht, dass er seiner eigenen Bestimmung von einer Realabstraktion widerstpricht, denn durch einen Faktor wird überhaupt nichts abstrahiert, also bestimmte Qualitäten entfernt, sondern nur die Quantität verändert. Was dann widerum die Wertform noch schleierhafter erscheinen lässt, da sie überhaupt nicht notwendig ist. Es scheint fast so als wollte Heinrich doch das Transformationsproblem lösen, also wie komme ich von einer Menge konkreter Arbeit zu einer bestimmten Wertsumme. Seine Antwort lautet: durch ein Geltungsverhältnis, das im Austausch vorgenommen wird, also durch einen Faktor oder Quotient, der die individuelle konkrete Arbeit multipliziert oder dividiert.

    Ein methodische Vorschrift alles gesellschaftlich bestimmen zu müssen, habe ich in der „Kritik der politischen Ökonomie“ nicht gelesen, jedenfalls nicht wo es um abstrakte Arbeit geht. Da scheint dann sein erstes Buch ein wenig anders zu argumentieren.

  7. 7 Apple 02. Oktober 2011 um 14:12 Uhr

    Ok, ich merke, dass ich das Transformationsproblem und die Frage danach, wie und ob abstrakte Arbeit verausgabt und gemessen werden kann, auseinanderhalten muss.

    1. Das Transformationsproblem führt Heinrich so ein:

    In den beiden ersten Bänden des Kapital unterstellt Marx, daß Waren zu ihren Werten getauscht werden. Von dieser Voraussetzung geht er auch noch bei der Darstellung des Profits als verwandelter Form von Mehrwert zu beginn des dritten Bandes aus. Falls nun für alle Kapitalien die Mehrwertrate gleich, die Wertzusammensetzung des Kapitals (das Verhältnis von c zu v) in den einzelnne Branchen aber unterschiedlich ist, so hat ein Tausch der Waren zu ihren Werten für die einzelnen Branchen unterschiedliche Profitraten zur Folge. Diese Konsequenz der Werttheorie widerspricht aber ganz offensichtlich der Anschauung, die einen tendenziellen Ausgleich der Profitraten, d.h. die Existenz einer allgemeinen Profitrate nahelegt.

    Da der Tausch zu Werten mit der Existenz einer allgemeinen Profitrate unvereinbar ist, müssen nicht nur die ständig wechselnden Marktpreise, sondern auch die Durchschnittspreise der Waren von den Werten abweichen. Durchschnittspreise, die eine für alle Kapitale gleiche Profitrate gewährleisten, nennt Marx Produktionspreise. Die Produktionspreise p lassen sich in eine Summe aus Kostpreis k (den Kosten der Ware für den Kapitalisten) und Durchscnittsprofit (einem Preisaufschlag auf den Kostpreis, der dem eingesetzen Kapital proportional ist) zerlegen. […]

    Marx versucht nun (II.4.2/230ff.; 25/164ff.), die Höhe der allgemeinen Profitrate und die Produktionspreise ausgehend von den Wertgrößen der einzelnen Waren zu bestimmen. Als Brücke zwischen Wertsystem und Preissystem dient ihm dabei die allgemeine Profitrate. Ohne dies weiter zu begründen, nimmt Marx an, die allgemeine Profitrate des Produktionspreissystems sei mit dem (gewichteten [verstehe nicht, was das meint]) Durchschnitt der Branchenprofitraten der Wertsystems identisch, oder was dasselbe ist, sie sei gleich dem Verhältnis des gesamten Mehrwerts zum gesamten Kapital der Gesellschaft. […]

    Nur aufgrund dieser Annahme erhält Marx aus dem Wertsystem unmittelbar die Durchschnittsprofitrate. Um die Produktionspreise zu bestimmen, fehlen ihm aber noch die Kostpreise. Diese entnimmt er ebenfalls dem Wertsystem: als Summe aus variablem und konstantem Kapital, das zur Produktion der jeweiligen Waren benötigt wird. […]

    Das von Marx angewandte Verfahren läuft auf zur Transformation von Werten in Produktionspreise läuft auf eine bloße Umverteilung des Mehrwerts zwischen den einzelnen Branchen hinaus. Die einzelnen Kapitalisten eignen sich nicht den Mehrwert an, der durch die von ihnen beschäftigten Arbeiter produziert wurde, sie erhalten vielmehr einen Anteil an dem von der gesamten Arbeiterklasse produzierten Mehrwert, der dem Anteil ihrer Kapitals am gesellschaftlichen Gesamtkapital entspricht. [Heinrich 1999: 268f.]

    An diesen Marx’schen Ausführungen wurde dann kritisiert, dass 1) die Gleichsetzung der gesellschaftlichen Mehrwertmasse mit der gesellschaftlichen Profitmasse eine unbegründete Annahme darstellt und 2) die Berechnung der Kostpreise zu Werten eine unhaltbare Behaptung ist, die unterstelle, dass die Kapitalisten ihre Produktionsmittel und die Arbeiter ihre Lebensmitten zu Werten und nicht zu Produktionspreisen kauften.

    Daraus ziehen dann die Neo-Ricardianer und manche Marxisten den Schluss, dass man die (Mehr-)Werttheorie zur Erklärung der Profite nicht braucht. Heinrich hat ebenfalls eine Kritik an Marx. Ich poste sie heute nicht mehr, keine Zeit. Ich könnte aber morgen auch die Seiten aus dem Buch einscannen, dann kann sie jeder selbst lesen.

  8. 8 Krim 02. Oktober 2011 um 16:11 Uhr

    Der gewichtete Durchschnitt meint den Durchschnitt der Branchen gemäß dem absoluten Umfang des in ihnen produzierten Werts. Die Uhrenfabrikanten gehen also mit einem geringeren Gewicht ein als die Autoindustrie.

    „Diese Konsequenz der Werttheorie widerspricht aber ganz offensichtlich der Anschauung, die einen tendenziellen Ausgleich der Profitraten, d.h. die Existenz einer allgemeinen Profitrate nahelegt.“ Nein. Die Konsequenz, dass die Waren zu ihren Werten verkauft werden widerspricht keiner Anschauung, sondern sie widerspricht der Konkurrenz. Wenn nämlich in unterschiedlichen Branchen unterschiedliche Profitraten gelten, so wechseln die Kapitale von der Branche mit der niedrigen Profitrate zur Branche mit der hohen. Sie machen sich also verstärkt Konkurrenz, die Preise fallen und die Profitrate sinkt. Die Konkurrenz gleicht also die individuellen Profitraten zur Durchschnittsprofitrate aus. Das ist keine Anschauung oder Annahme und sie braucht auch keine Begründung, weil sie mit dem Verweis auf die Wirkung der Konkurrenz, die sich die Kapitale branchenübergreifend machen begründet ist.

  9. 9 Apple 05. Oktober 2011 um 12:15 Uhr
  10. 10 Krim 05. Oktober 2011 um 17:16 Uhr

    Ich habe den Scan noch durch das OCR-Programm laufen lassen. Damit man Textstellen nicht abschreiben muss. Außerdem ist die Datei um das 66fache kleiner. Die Datei ist so wie sie aus dem OCRProgramm kommt und wurde nicht händisch korrigiert oder editiert. Dann auf den erstbesten Fileserver hochgeladen. http://www.files.to/get/22878/afcyo68sxc

  11. 11 Apple 05. Oktober 2011 um 18:08 Uhr

    Ah, das ist sehr hilfreich. Welches Programm hast du benutzt?

  12. 12 Neoprene 05. Oktober 2011 um 18:31 Uhr

    Das war wirklich löblich, Krim. Und es wird dich nicht überraschen, daß ich auch vorhatte das zu machen. Nicht mal so sehr wegen der Dateigröße sondern vor allem für eventuelles Zitieren.

    Der OCR-gewandelten Datei kann man übrigens entnehmen, daß Krim Abbyy FineReader 9.0 benutzt hat. Die neue Version 10.0 ist in der reinen Erkennungsqualität nur unwesentlich besser. Mit guten 300 dpi-Scans reichen auch ältere Vorgängerversionen völlig aus, solange es wie hier einfache Layouts sind. Sonst klappt es eh mit keiner Software so richtig perfekt.

  13. 13 Neoprene 05. Oktober 2011 um 20:10 Uhr

    Apple, wenn du es auch mal mit dem OCR-Wandeln versuchen willst, schick mir eine Mail. Ich habe einiges über, was ich dir geben könnte.

  14. 14 Krim 05. Oktober 2011 um 21:16 Uhr

    ABBYY Finereader Pro 9.0.0.724 – portable (weil man die Portables nicht installieren muss) War keine Arbeit – jedenfalls weniger wie das einscannen.

    „Nicht mal so sehr wegen der Dateigröße sondern vor allem für eventuelles Zitieren.“ Genau deswegen. Fand den Größenunterschied nur bemerkenswert „wow so klein!“.

  15. 15 Krim 08. Oktober 2011 um 18:17 Uhr

    Den Text von Heinrich habe ich mir jetzt zu Gemüte geführt und finde ihn nicht leicht zugänglich. Insgesamt finde ich immer noch, dass Heinrich hier die Konsequenzen seiner verkehrten Wertbestimmung um die Ohren fliegen. Das merkt man z.B. an den Argumenten, die er gegen Marx anführt. 1. Die Gleichheit von gesamtgesellschaftlicher Profitmasse und Mehrwertmasse sei nicht bewiesen 2. die Kostpreise würden durch Produktionspreise und nicht durch Werte gebildet.
    Einwand 1: Die Idee, dass man die Gleichheit von Mehrwertmasse und Profitmasse belegen müsse, ist einigermaßen merkwürdig bzw. verräterisch. Wie in einem früheren Beitrag schon ausgeführt ist der Profit ja nicht anderes als Mehrwert, der statt in ein Verhältnis zum variablen Kapital zu treten, in ein Verhältnis zum gesamten vorgeschossenen Kapital tritt. Jeweils die selbe Sache tritt in ein Verhältnis zu einer anderen Größe. Deshalb ist schon im begrifflichen Ausgangspunkt klar, dass die absolute gesamtgesellschaftlich produziert Profitmasse und Mehrwertmasse gleich groß sind. Ein Nachweis zu verlangen ist deswegen unsinnig.

    Auf diese Idee kommt man nur, wenn man Mehrwert, bzw. Wert bzw. abstrakte Arbeit falsch bestimmt als ein Geltungsverhältnis für konkrete Arbeit. Abstrakte Arbeit gibt es für Heinrich eben gar nicht wirklich, sondern bloß als Zumessungsverhältnis das sich im Tausch vollzieht. Konkreter Arbeit wird zugebilligt, zugesprochen in bestimmtem Umfang (konkrete Arbeit a multipliziert mit einem (Tausch)-faktor x = Wert)gesellschaftliche Arbeit zu sein. Abstrakte Arbeit ist also konkrete Arbeit versehen mit einem gesellschaftlichen Korrekturfaktor. Dieser hat natürlich keinerlei inneres Maß. Deshalb ist es auch völlig unklar wie groß, die absolute Größe von Wert und Mehrwert ist. Sie ist eine reine Einschätzungsfrage. Der Mehrwert ist eben nicht festgelegt durch das Gesamt v und die durchschnittliche Mehrwertrate in der Gesellschaft.

    Untersucht man die Seite des Profits, dann ist die gesamtgesellschaftliche Profitmasse gegeben durch die Summe der Kostpreise multipliziert mit der Durchschnittsprofitrate. So hat Heinrich am Ende zwei unterschiedlich bestimmte Größen und bekommt dann das Problem beide wieder zusammenzubringen. Das ist das Transformationsproblem.

    Irgendwann fällt ihm dann noch auf, dass die Arbeitswertlehre eigentlich überflüssig ist, weil man die Preise mit Kostpreis plus Durchschnittsprofit zufriedenstellend erklären kann. „Insofern ist die Marxsche Argumentation im dritten Band des Kapital, so wie sie vorliegt, durchaus vom
    Redundanzvorwurf getroffen.“
    S. 276

    „In einer prämonetären Werttheorie erscheint Wert und dementsprechend auch Mehrwert als etwas Substanzhaftes. Die Verwandlung von Mehrwert in Durchschnittsprofit kann dann in nichts anderem als einer Umverteilung dieser Substanz bestehen, denn ansonsten müßte etwas aus dem Nichts entstehen oder dorthin verschwinden. Durch eine bloße Umverteilung lassen sich aber (prämonetäre) Werte nicht in (prämonetäre) Produktionspreise verwandeln. Das wirkliche Verdienst der neoricardianischen Kritik an der Werttheorie liegt deshalb darin, gezeigt zu haben, daß eine prämonetäre Arbeitswerttheorie für die Bestimmung prämonetärer Produktionspreise in der Tat überflüssig ist.“ S.279 Prämonetärer Wert soll wohl Wert als Substanz sein, eben abstrakt menschliche Arbeit, Verausgabung von Hirn, Muskel, Nerv. Prämonetäre Produktionspreise sind wohl Produktionspreise auf Grundlage des Arbeitswertsystems. Wieso sich durch „bloße Umverteilung“ (prämonetäre) Werte nicht in (prämonetäre) Produktionspreise verwandeln“ lassen, schreibt Heinrich an anderer Stelle: „Da ein unabhängig vom Tausch existierendes quantitatives Wertsystem eine Chimäre ist , ist ein quantitativer Vergleich von Werten und Produktionspreisen gar nicht möglich. Daher kann es auch keine quantitative Determinierung des Produktionspreissystems durch ein irgendwie geartetes, präexistentes Wertsystem geben.“ S. 282/283 Also weil ich herausgefunden habe, dass es abstrakte Arbeit als Hirn, Muskel, Nerv gar nicht gibt, können die Produktionspreise auch nicht durch Werte bestimmt werden. Da würde ich glatt dagegenhalten: Da Heinrich Quatsch über den Wert erzählt, stimmen auch seine Widerlegungen der Marxschen Produktionspreisbestimmungen nicht. Marx hingegen liegt richtig mit seiner Arbeitswerttheorie und ebenfalls mit seinen Folgerungen im Hinblick auf Produktionspreis und Profit.

    Ergebnis dieses Absatzes ist jedenfalls, dass es die Arbeitswertlehre aus dem ersten Band für die Produktionpreise eigentlich nicht braucht. Wozu braucht es dann den Begriffs des Werts überhaupt.

    „Zu Beginn des ersten Bandes des Kapital wurde der Zusammenhang von Ware und Geld zunächst abstrakt, d.h. in Absehung von den kapitalistischen Verhältnisse, unter denen Warenproduktion und -Zirkulation stattfindet, behandelt. Ware und Geld wurden als kategoriale Voraussetzungen der Entwicklung des Kapitalbegriffs dargestellt.“ S.280 Es ist schon ein ziemlicher Hammer zu behaupten Marx hätte bei der Bestimmung von Ware und Geld von kapitalistischen Verhältnissen abstrahiert. Sagen will Heinrich: So wie der Marx das macht, haben Ware und Geld zwar nicht viel mit der kapitalistischen Wirklichkeit zu tun, aber man braucht sie eben (leider) als Kategorien zur Entwicklung des Kapitalbegriffs. „Allerdings sind die Kategorien Wert und Mehrwert begriffslogisch Voraussetzungen für das Verständnis der Kategorien Profit und Produktionspreis….Für die Analyse der kapitalistischen Form der Ausbeutung ist die Kategorie Mehrwert nicht als quantitative Kategorie entscheidend, sondern insofern sie auf einer abstrakten Ebene den Formgehalt des Austausches zwischen Kapital und Arbeit ausdrückt.“ S. 282 Mehrwert? – ist eine Kategorie, die bloß im Kopf des Wissenschaftler existiert.

    „Daß es die Konkurrenz der Kapitalien ist, die die Werte in Produktionspreise verwandelt, impliziert, daß es die Einzelkapitale zunächst mit Werten zu tun hätten.“ S. 283 Ob das konstante Kapital zu Werten oder zu Produktionpreisen gekauft wird, ist völlig gleichgültig, da das konstante Kapital einen aliquoten Teil auf die Ware überträgt. Der Ausgleich zu Produktionspreisen findet also statt, ob das Kapital zu Werten oder Produktionspreisen kauft.

    „Die Konkurrenz zwischen den einzelnen Sphären (ein Prozeß, der in realer Zeit abläuft) sorgt nicht für den Übergang von Werten in Produktionspreise (ein begrifflicher, kein zeitlicher Übergang), sondern für die Verwandlung eines „deformierten“ Produktionspreissystems (d.h. eines Preissystems, das z.B. aufgrund von Änderungen der Technik oder der Nachfrage unterschiedliche Profitraten zuläßt, das deshalb aber noch längst kein Wertsystem ist) in eines, das wieder für jede Branche annähernd die selbe Profitrate ermöglicht.“ S.283/284

    – Es hat auch keiner behauptet, dass vorher zu Werten getauscht wurde, wenn die Konkurrenz zum Durchschnittsprofit ausgleicht. Das würde heißen, dass zu irgendeinem Zeitpunkt keine Konkurrenz geben würde. Man kann aber sagen, dass der Tausch zu Werten der Konkurrenz der Kapitale widerspricht. Ein Tausch zu Werten hätte unterschiedliche Profitraten zur Folge, was eine Abwanderung von Branchen mit niedriger zu Branchen mit hoher Profitrate zur Folge hat. Heinrich will sagen, dass keine wirkliche Verwandlung von Werten in Produktionspreise stattfindet. Alles findet nur im Reich der Begriffe statt. Was natürlich eine ziemlich blöde Entgegensetzung ist, denn wenn der Begriff stimmt, ist es eben auch nicht verwunderlich, wenn er reale Wertbewegungen erklärt, wie den Ausgleich zu Produktionspreisen.

  16. 16 Krim 13. Oktober 2011 um 19:24 Uhr

    Kein Kommentar?

  17. 17 Apple 13. Oktober 2011 um 23:37 Uhr

    Kommt. Ich bin dabei, das ganze Buch bis zum Ende durchzulesen, weil ich mir dachte, ich könnte den gescannten Abschnitt dann besser einsortieren.

    Hier ist noch ein Link zum „Transformationsproblem“, über den ich heute gestolpert bin:

    http://www.das-kapital-lesen.de/wp-content/uploads/buttne-marx-revisted-geschichte-und-immanente-probleme-der-neoklassischen-bzw-neoricardianischen-marx-interpretation.pdf

  18. 18 Krim 14. Oktober 2011 um 13:08 Uhr

    Apple, du bist echt tapfer, wenn du das ganze Buch liest.

  19. 19 Krim 14. Oktober 2011 um 17:55 Uhr

    Der verlinkte Text macht das Verständnis, worum es denen überhaupt geht nicht leichter. Da kriegt ich die Krätze, wenn ich diese Debattengehubere nachvollziehen soll. Das geht mit so einem Text gar nicht ernsthaft. „Es trat somit die Frage auf, ob Marx einen Fehler beging als er feststellte, dass mit der Herausbildung einer Durchschnittsprofitrate lediglich Mehrwert umverteilt wird und in den Aggregaten alles gleich bleibt.“ Aha eine Frage taucht auf. Dann muss man die Frage beantworten, würde ich denken. Die Antwort ist ihm aber wurscht. Er geht weiter zum nächsten Heini, der sich gelehrt auf Marx bezieht.

  20. 20 mh 21. Dezember 2011 um 21:57 Uhr

    hallo,
    habe gerade eure diskussion gelesen und wollte auf diesen artikel hinweisen http://junge-linke.org/kritik-der-kapitalrezeption-von-michael-heinrich-anhand-des-ersten-kapitels-im-kapital
    da fand ich heinrichs fehler bei der abstrakten arbeit gut erklärt.

  21. 21 Krim 30. Dezember 2011 um 15:28 Uhr

    „Dass der gleiche Wertcharakter der Waren eben darin besteht „gesellschaftliche Zugriffsmacht zu sein.““ Das ist nur halb richtig. Der Wert ist nicht Macht, der Wert ist vergegenständlichte abstrakte Arbeit. Dass der Wert Zugriffsmacht besitzt, folgt daraus, dass er vergegenständlichte abstrakte Arbeit ist. Weil eine Ware abstrakte Arbeit enthält, kann sie sich gegen andere Waren, die ebenfalls Werteigenschaft besitzen austauschen. Die Zugriffsmacht kommt also erst aus der Qualität abstrakte Arbeit/Wert zu sein.

  22. 22 mh 02. Januar 2012 um 19:28 Uhr

    An der Stelle soll wohl Heinrichs Kritik, die sich darauf beschränkt zu sagen, Wert ist etwas gesellschaftliches kritisiert sein. Weil er sich den Inhalt des Gesellschaftlichen garnicht genau anschaut.

    ich lese da aber nicht unbedingt einen Widerspruch zu Dir.
    Weil sich ja abstrakte Arbeit nur über den Zugriff oder die Zugriffsmöglichkeit vergegenständlichen kann.

    Etwas weiter unten ist es im Artikel nochmal so zusammengefasst:

    „4. Die Fragestellungen von Heinrich und die fehlende Kritik
    Die Hauptkritik an Heinrich lässt sich auch so formulieren, dass er die jeweiligen Fragestellungen nicht auseinanderhält, sondern mischt:
    1. Was ist der Wert? – gesellschaftliche Zugriffsmacht als gleiche Eigenschaft der Waren
    2. Wodurch wird der Wert geschaffen? – Durch abstrakt menschliche Arbeit, die weiter bestimmt wird als „gesellschaftlich notwendige Durchschnittsarbeit“.
    3. Was sind die Bedingungen des Wertes? – Allseitige Produktion für den Markt und allseitiges Tauschen.
    Die Frage „Was ist der Wert“ kümmert Heinrich nicht. Dabei ist es schon ein wenig komisch nach der Substanz einer Sache zu fragen, von der man nicht bestimmt hat, was sie ist. So als wenn man nach dem Herstellungsprozess eines Autos fragt, ohne zu wissen, dass man da ein Vehikel vor sich hat, dass mit einem Motor funktioniert.“

    ich bin mir gerade unsicher ob es einen Unterschied macht zu sagen, der Wert ist vergegenständlichte abstrakte Arbeit, die wiederum Zugriffsmacht besitzt, so wie ich dich jetzt verstanden habe. Oder Wert ist Zugriffsmacht, dessen Subtanz abstrakte Arbeit ist,iSv. er wird daraus geschaffen, wie ich den jl-text verstanden habe.

  23. 23 Krim 03. Januar 2012 um 15:11 Uhr

    „Weil sich ja abstrakte Arbeit nur über den Zugriff oder die Zugriffsmöglichkeit vergegenständlichen kann.“ 1. verstehe ich nicht was dieser Satz bedeuten soll. 2. Finde ich den Satz falsch, weil sich der Wert nicht über den Zugriff vergegenständlicht, sondern durch die Arbeit. Vergegenständlichte Arbeit bedeutet doch, dass durch die Arbeit eine Formveränderung der Ausgangselemente des Produkts erfolgt. Am Ende des Produktionsprozesses liegt das Produkt dann in brauchbarer Form vor – die Arbeit ist in die Formveränderung geflossen und hat sich so im fertigen Produkt vergegenständlicht. Beim Wert kommt es nun auf die konkrete Form der Arbeitsverausgabung nicht an, sondern an jeder Ware bloß noch auf die abstrakte Mühe, die ihre Herstellung gekostet hat und die nun vergegenständlicht in der Ware vorliegt.

    „1. Was ist der Wert? – gesellschaftliche Zugriffsmacht als gleiche Eigenschaft der Waren“ Das ist falsch, weil die Qualität von Wert nicht Macht ist, zumindest keine Macht in dieser abstrakten Form. Das merkt man auch daran, dass der Wert keineswegs auf beliebige Teile des Reichtums einer Gesellschaft zugreifen kann, sondern eben bloß auf den Warenreichtum. Was nicht auf dem Markt angeboten wird, was also keine Ware ist, bleibt dem Wert durchaus versperrt durch das Eigentum. Auf fremdes Eigentum, das sich nicht auf dem Markt befindet, kann nicht zugegriffen werden.

    „Oder Wert ist Zugriffsmacht, dessen Subtanz abstrakte Arbeit ist,iSv. er wird daraus geschaffen, wie ich den jl-text verstanden habe.“ Die ungeklärte Frage bei dieser Formulierung ist, was abstrakte Arbeit mit Macht zu tun hat. Macht ist Verfügung, die Fähigkeit Gewalt über etwas zu haben. Wenn man einem Ding Macht zuschreibt, dann behauptet man einen Fetisch, was ja nicht sein kann. Die Macht hat ja nicht das Ding an sich, sondern das gesellschaftliche Verhältnis des Eigentums d.h. die Tatsache dass Gebrauchswerte bloß als Eigentum auf die Welt kommen, sodass sich alles in eine Verfügungsfrage übersetzt. Das Eigentum macht an den Produkten konkreter Arbeit die Frage auf über was und wieviel ein Eigentümer mit seinem Warenhaufen eigentlich verfügt. Das erkennt er erst in Relation zu einem fremden Warenhaufen. Die Verfügungsfrage reduziert die Produkte konkreter Arbeit auf die ihnen gemeinsame Qualität Produkt menschlicher Arbeit an sich zu sein.

    Dass Wert Zugriff auf/Verfügung über abstrakte Arbeit ist, geht mir in der Formulierung er sei „gesellschaftliche Zugriffsmacht“ zu sehr unter, weil da von dem wirklichen Verhältnis nur eine abstrakte Machtseite übrigbleibt.

  1. 1 Zu Michael Heinrichs „Wissenschaft vom Wert“ II « Vorstadtfeierabend Pingback am 29. September 2011 um 16:45 Uhr
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